Geschichte

Eingebettet zwischen fruchtbaren Feldern im Leinetal und dicht am Dreiländereck zu Thüringen und Hessen liegt auf heute niedersächsischer Seite das Rittergut Besenhausen. Es war stets Grenzort und im Laufe seiner langen Geschichte gab es häufig Streit über seine Zuordnung zu den angrenzenden Ländern.

 

Detaillierte Informationen über den Ort Besenhausen und seine Geschichte finden Sie auch auf Wikipedia unter folgendem Link.

 

1307 Erste Erwähnung

Der Name Besenhausen wird als "Haus des Bezo" oder "Biso"  gedeutet.  Die älteste bekannte Urkunde, in der das später eingegangene Dorf Besenhausen genannt wird, stammt aus dem Jahr 1307. Sie besagt, dass die Brüder Heinrich und Lippold von Haustein den sogenannten Zehnten ihres mainzischen Lehens der Martinskirche in Heiligenstadt schenken.

Renaissance

Fast 600 Jahre wurde der Besitz in der Besenhäuser Linie der Familie von Hanstein weitergegeben und ist bis zum heutigen Tag, zum Teil in weibliche Erbfolge, in der Familie geblieben. Als im 16, Jahrhundert die Stammburg der Familie, Burg Hanstein, ihren Bewohnern nicht mehr die nötige Sicherheit bot, baute sich die Besenhäuser Linie in ihrem Leben einen Herrensitz im Stil der Renaissance. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) wurde er zerstört.

Barock

Auf den zum Teil erhaltenen Mauerresten entstand bis 1690 das heutige Herrenhaus, das Torhaus und das sogenannte Christenhaus im Stil des Barock. Das mit einer Turmuhr geschmückte "Wirtschaftsgebäude" kam 1743 dazu.


1800 - 1945

Die anderen Hofgebäude mußten nach einem Hofbrand um 1900 wiedererrichtet werden. Das große helle Gebäude an der Hofeinfahrt wurde als erste Zuckerfabrik der damaligen preußischen Provinz Sachsen erbaut.

1945 - 1990

Besenhausen war 1945 bis 1952 aufgrund seiner Nähe zum Flüchtlingsaufnahmelager Friedland ein viel genutzter innerdeutscher Grenzübergang. So kamen etwa 2,5 Millionen Flüchtlinge aus Mittel- und Ostdeutschland an Besenhausen vorbei. Nach Wiederöffnung der Grenze im November 1989 gab es hier wieder - etwa für sechs Monate - einen Grenzübergang. 

Gegenwart

Neben der weiter betriebenen Land- und Forstwirtschaft wurden frühere Wirtschaftsräume zu Wohnungen umgebaut. Besenhausen bietet zudem Raum für Kunst, Kultur und Soziales und hat sich zu einem beliebten Ausflugsziel der Region entwickelt.